Aktuelle News zum Thema Kinder- und Jugendreisen auf: www.JugendreiseNews.de

Teamer*innen

Einleitung

Die Bedeutung von Teamer*innen im Kinder- und Jugendreisen und bei Ferienfreizeiten ist durch die Corona-Pandemie noch größer geworden. Hygiene- und Sicherheitsstandards werden durch Teamer*innen vermittelt, durchgeführt und überprüft.

Vor den Maßnahmen im Sommer 2020 müssen mit allen Teamer*innen besondere Schulungen zur Umsetzung und Einhaltung des Hygienekonzeptes stattfinden. Diese sind unbedingt auch zu dokumentieren!

Mitarbeiter*innen E-Learning EPICERT

Die Schulung bündelt die validen Fakten, die von Instituten veröffentlicht wurden und überträgt sie in eine Methodik aus dem Qualitätsmanagement, um Mitarbeiter*innen und Arbeitgeber*innen virtuell schnell und effizient zu schulen.

Vorteile:

  • Die zertifizierte Mitarbeiterschulung EPICERT kann mit einfachen E-Learning Methoden effizient alle Mitarbeiter*innen zeitnah in den Grundlagen der Epidemieprävention und Risikominimierung unterweisen.
  • Bei Einstellungen können vorgeschriebene Schulungen online und ortsunabhängig durchgeführt werden.
  • Das Zertifikat ist ein Nachweis für Mitarbeiter*innen sowie Arbeitgeber*innen.
  • Die zertifizierte Schulung beinhaltet den gleichen Grundlagenkurs und eine Checkliste, um die Risikobeurteilung und geeigneten Maßnahmen als Erweiterung des vorhandenen Unternehmenshygieneplan zu dokumentieren.

Euer direkter Nutzen: Ihr könnt schnell nach außen zeigen, dass Ihr euch mit dem Thema auseinandergesetzt habt und dürft das Zertifikat EPICERT auf Webpage oder in Geschäftsräumen führen – ein sehr wichtiger Punkt, um auch den Gästen Sicherheit zu geben Das Zertifikat ersetzt allerdings keine Beratung durch die zuständigen Fachbehörden oder eine Rechtsberatung. Da in Deutschland eine extra Ausnahmegenehmigung nicht notwendig ist, dient dieses auch zum Nachweis für Behörden, dass nicht nur die Richtlinien umgesetzt werden, sondern auch alle Mitarbeiter*innen geschult worden sind.
Es geht nicht darum, mit noch mehr Informationen die Arbeitgeber*innen und Mitarbeiter*innen zu überfordern, sondern um das Verständnis warum Richtlinien vorhanden sind und wie man diese praktisch umsetzen kann. Die Schulung soll helfen den Präventionsplan so zu erstellen, dass jeder die für ihn sinnvollen Maßnahmen durchsetzen wird.
Offizieller Start war der 14.05.2020 mit der Freischaltung des Kurses.

Alle weiteren Informationen unter www.epicert.de.

Grundlagen aus der Teamer*innen-Ausbildung

Auswahlverfahren für Teamer*innen

  • Die Veranstalterorganisation verfügt über einen standardisierten Ablauf des Auswahlverfahrens für Teamer*innen
  • Die Veranstalterorganisation verfügt über eine Checkliste mit harten und weichen Kriterien zur Auswahl und Einsatzentscheidung (z.B.  Soziodemographische Merkmale (insbesondere Alter, Geschlecht etc.), Soziale und interkulturelle Kompetenzen, Qualifikationen (z.B. DLRG-Schein, Erste-Hilfe-Schein, JuLeiCa, Sprachkenntnisse);
  • Je nach inhaltlicher Ausrichtung des Veranstalters werden junge Menschen mit bestimmten Grundqualifikationen, „Wesenszügen“ und fachspezifischen Qualifikationen gesucht. Hier muss dem Veranstalter im Vorhinein klar sein, welche dieser Fähigkeiten die Bewerber mitbringen müssen und welche im Rahmen der Ausbildung vermittelt werden. Eine entsprechende Checkliste schafft so Orientierung und Struktur für alle Beteiligte und ermöglicht zusätzlich eine bessere Vergleichbarkeit der Bewerber
  • Die Veranstalterorganisation verfügt über eine Checkliste, die alle relevanten Themen und Aspekte für das Auswahlgespräch einschließt. Der Leitfaden bzw. die Checkliste gewährleistet, dass im Auswahlverfahren bzw. im Gespräch zwischen Veranstalterorganisation und Teamer*innen alle wichtigen Aspekte angesprochen und geklärt werden.
  • Die Veranstalterorganisation setzt für rechtsverantwortliche Aufgaben nur Teamer*innen ein, die mindestens 18 Jahre und älter sind.
  • Altersabstand von mindestens drei Jahren zwischen Teamer*innen und Teilnehmenden
  • Die Veranstalterorganisation setzt Teamer*innen ab 16 Jahre nur für helfende nicht rechtlich relevante Aufgaben ein.
  • Der Veranstalter setzt nur Teamer*innen ein, die entsprechend der beschriebenen Konzeption ausgebildet und qualifiziert sind. Mit Kindern und Jugendlichen auf Reisen zu gehen, bedarf verschiedenster Qualifikationen und Qualitäten bei Betreuer*innen. Diese müssen in Grund- und ggfs. Spezialschulungen vermittelt werden. Die Inhalte dieser Schulungen basieren auf allgemeinen Erkenntnissen aus dem Arbeitsfeld und der Jugendhilfe, sind aber meist auch zugeschnitten auf die Strukturen und Arbeitsweisen des einzelnen Veranstalters. Der Teamer oder die Teamerin muss somit den verschiedenen Bedürfnislagen (Veranstalter, Teilnehmende, Partner vor Ort, ggfs. Eltern,…) gerecht werden. Hierzu muss er  oder sie entsprechende Grundkenntnisse haben, ohne die er oder sie einen Einsatz als Teamer*in nicht antreten kann und darf.
  • Das Team der Betreuer*innen wird nach festgelegten Kriterien ausgewogen zusammengestellt und vereint unterschiedliche Kompetenzen und Hintergründe (z.B. Alter, Erfahrung (mind. 1 Person, die schon einmal mitgearbeitet hat) sowie besondere Betreuungskompetenz.

Organisation des Einsatzes

  • Teamer*innen erhalten von der Veranstalterorganisation eine Handreichung mit allen wichtigen Adressen und Telefonnummern im Reisezielgebiet. Bei Einsätzen im Ausland ist diese Handreichung entsprechend erweitert (z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Krankenhaus)
  • Es gibt zu jeder Zeit einen Sofortkontakt zur Veranstalterorganisation für Hilfe in Notfällen (z.B. Corona-Verdachtsfälle). Für andere Fragen ist ein verantwortlicher Vertreter der Veranstalterorganisation spätestens am nächsten Arbeitstag telefonisch erreichbar.

Vorbereitung des Einsatzes

  • Der Veranstalter setzt im Schulungsbetrieb ausgebildete und aus Veranstaltersicht qualifizierte Personen ein (gerade im Hinblick auf die Vermittlung von Hygienestandards)
  • Vor dem ersten Einsatz bei der Veranstalterorganisation findet eine umfassende Vorbereitung (Schulung, Einführung, ggfs. Coaching, …) statt
  • Die Ausbildung der Teamer*innen ist das zentrale Element einer jeden Vorbereitung auf einen Einsatz bei einer Kinder- und Jugendreise. Junge Menschen müssen eine Reihe von pädagogischen, rechtlichen, strukturellen und „lebenspraktischen“ Themen vermittelt bekommen, die sie dazu befähigen, den vielfältigen Erwartungen und Anforderungen an diese Arbeit gerecht zu werden. Besonders auf die Vermittlung von Hygiene- und Sicherheitskonzepten spielt eine entscheidende Rolle.
  • Hierbei geht es nicht nur um die Vermittlung von Fachwissen, sondern auch um die Auseinandersetzung mit der Rolle als Jugendreiseleitenden. Gerade jungen Menschen, die sich im Übergang vom Jugendalter hin zum Erwachsenen befinden, muss dieser Rollen- und Blickwinkelwechsel hin zu einem hohen Maß an Verantwortung für andere durch eine gute Schulungs¬arbeit verdeutlicht werden. Gleichzeitig müssen die Formen der Vermittlung und Schulungsarbeit Spaß für die Arbeit als Jugendreiseleitender wecken. Die geforderten Inhalte orientieren sich an der JuLeiCa (JugendLeiterCard) und Erfahrungen aus der Schulungsarbeit aus Verbänden und Organisationen der Jugend¬hilfe und der Kinder- und Jugendreiseszene. Die jeweiligen Schulungen sollen den Focus auf den Kinder- und Jugendreisebereich legen und nicht nur für allgemeingültige Grundschulungen darstellen. Dafür sind die Anforderungen für dieses Aufgabenfeld mittlerweile sehr spezifisch.
  • Es gibt einen ausgearbeiteten Notfall- oder Krisenplan, der den Jugendreiseleitenden und den Vertragspartnern vor Ort bekannt ist und den sie anwenden können.

Betreuerschlüssel

  • Bis ca. 12 Jahre max. 1:8
  • Bis 17 Jahre max. 1:11

Konkrete Maßnahmen und Verhaltensregeln

  • Kein Körperkontakt, kein Händeschütteln, kein Schulterklopfen im Vorbeigehen
  • Kommuniziert wird mit einem Abstand von mind. 1,5 Meter
  • Verhaltensregeln kommunizieren durch Aushang
  • Aktiv mit Teilnehmer*innen via Newsletter, Anrufe, über die Homepage und über Social Media Kanäle kommunizieren und transparent über die eingeleiteten Maßnahmen informieren
  • Ebenso über diese Wege das verbesserte Reinigungs- und Sicherheitskonzept ansprechen, um ein Gefühl der Sicherheit zu verkörpern

 

  • Wo möglich mit festen Teams in unterschiedlichen Schichten arbeiten, so dass bei einer Infektion einer Person nicht der ganze Betrieb stillgelegt werden muss
  • Vermehrt auf Arbeitsteilung setzen
  • Wo möglich Homeoffice einführen (Reservierung, Buchhaltung…)
  • Kontakt mit betriebsfremden Personen vermeiden

 

  • Mit den Teamer*innen ganz offen den Ernst der Lage und die getroffenen Schutzmaßnah- men für sie und die Teilnehmer*innen kommunizieren. Nur wenn die Mitarbeiter diese akzeptieren, werden sie korrekt umgesetzt
  • Sensibilisieren, dass sie sich bei ersten Anzeichen einer Infektion melden und gegebenen- falls zu Hause bleiben sollen
  • Häufigeres Händewaschen und der Verzicht, sich ins Gesicht zu fassen, trainieren
  • Bei Teambesprechungen Abstand einhalten
  • Keine gemeinsamen Pausen mehr machen, Raucherbereiche nicht mit anderen Personen zusammen nutzen oder Abstand halten
  • Flexiblere Pausen ermöglichen und auch nach den gewöhnlichen Essen-bzw. Pausenzeiten den Mitarbeitern Verpflegung anbieten
  • Genügend Schutzausrüstung wie Mund-Nasen-Schutz, Handschuhe und ausreichend Waschgelegenheiten mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen
  • Maßnahmen und Verhaltensregeln schriftlich fixieren und für die Mitarbeiter*innen gut sichtbar aushängen bzw. aushändigen