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Wissenschaft

Forschungsprojekte, Studien und Umfragen

COPSY-Studie: Kinder und Jugendliche leiden psychisch weiterhin stark unter Corona-Pandemie

Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Fast jedes dritte Kind leidet ein knappes Jahr nach Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste haben noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden sind verstärkt zu beobachten. Erneut sind vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund betroffen. Das sind die Ergebnisse der zweiten Befragung der soge- nannten COPSY-Studie (Corona und Psyche), die Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Ep- pendorf (UKE) durchgeführt haben. Sie ist bundesweit die erste und international eine der wenigen Längsschnittstudien ihrer Art.

Umfrage der Kinderrechtsorganisation Save the Children

Die COVID-19-Pandemie hat verheerende Auswirkungen auf die Bildung von Kindern aus armen Verhältnissen und vergrößert die Kluft sowohl zwischen Arm und Reich als auch zwischen Mädchen und Jungen. Das ergibt eine weltweite Umfrage der Kinderrechtsorganisation Save the Children unter mehr als 25.000 Kindern und Erwachsenen in 37 Ländern.

Umfrage des Politik- und Sozialforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes

Wurden und werden die Interessen von Kindern während der Corona-Pandemie genügend berücksichtigt? Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Bildungschancen von Kindern, auch auf solche aus ärmerene Haushalten? Und was halten die Befragen von einer Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz?

Schulerhebung ‚Corona‘

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich das Team von LIFE Child in Abstimmung mit den Sächsischen Staatsministerien für Kultus sowie für Wissenschaft, Kultur und Tourismus zeitweise neu aufgestellt. Unter Leitung von Prof. Wieland Kiess, dem Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig wurden im Mai 2020, nach den Sommerferien im September 2020 sowie nach den Herbstferien im November 2020 Schulen in den Regionen Leipzig, Dresden und Zwickau besucht, um den aktuellen Infektionsstand mit Sars-CoV-2 im wieder angelaufenen Schulbetrieb zu untersuchen.

Eurochild-Bericht 2020

Der am 18. November 2020 veröffentlichte Bericht reflektiert die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche in Europa und gibt Auskunft über spezifische nationale Maßnahmen, die zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien während der Pandemie seitens der Regierungen ergriffen wurden. Darauf aufbauend werden Empfehlungen ausgesprochen, um durch kurzfristig und langfristig angelegte Maßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene Kinder und Jugendliche und ihre Familien in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie besser unterstützen können.

1. bundesweite Studie „JuCo“ der Universitäten Hildesheim und Frankfurt (Mai 2020)

Eine Studie der Universitäten Hildesheim und Frankfurt bestätigt: Jugendliche und junge Erwachsene haben nicht den Eindruck, dass ihre Interessen in der derzeitigen Krise zählen. Sie werden auf das Schüler*innen-Sein reduziert. Ihre Bedarfe, Sorgen und Ängste als Jugendliche und junge Erwachsene werden nicht wahrgenommen. Die Ergebnisse der bundesweiten Studie JuCo fassen zentrale Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen zusammen.

1. bundesweite Studie „JuCo“ der Universitäten Hildesheim und Frankfurt (November 2020)

Im November 2020 wurden bundesweite junge Menschen zum 2. Mal zu ihren Erfahrungen während der Corona-Zeit online befragt, mehr als 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene nahmen teil. Die Studie fasst die Kernaussage im Titel zusammen: Die Corona-Pandemie hat Kindern und Jugendlichen wertvolle Zeit genommen. Dokumentiert wird, wie sehr sich der Lebensalltag der jungen Menschen in den unterschiedlichen Lebensbereichen durch die Corona-Pandemie verändert hat und wie sehr sich dies auf ihr Empfinden und Erleben auswirkt. Die Studie bilanziert: Obwohl junge Menschen sich in ihrem Freizeitverhalten stark einschränkten, Kontakte reduzierten und sich verantwortungsvoll verhielten, fanden spezifische Bedarfe von jungen Menschen bei politischen Entscheidungen 2020 kaum Berücksichtigung.